Stellungnahme
- vor 3 Tagen
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Über den Zeitraum des Konkursverfahrens hinweg haben sich die Gruppen des Fandachverbands Wir.Austrianer dazu entschieden den Stammverein statt der Profi-GmbH zu unterstützen, um die volle Aufmerksamkeit auf den für uns wichtigsten Baustein der Austria zu richten. Die Austria Amateure, die mittlerweile einen wesentlichen Teil der Kampfmannschaft stellen, wurden dabei im Frühjahr durch ganz Kärnten begleitet. Unterstützung gab es außerdem für die Nachwuchs- und Frauenmannschaften der Austria, die bei organisatorischen Angelegenheiten punktuell entlastet wurden. Gerade in diesen Bereichen lastete vieles auf den Schultern engagierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie auf der Eigeninitiative der Eltern und Angehörigen der Spielerinnen und Spieler.
Mit dem Ende des Konkursverfahrens und der Übergabe der Geschäfte durch den Masseverwalter an das Präsidium ist diese Phase nun abgeschlossen. Ein Schritt, der sich im Nachhinein als richtig erwiesen hat. Nicht zuletzt deshalb, weil dadurch erstmals seitens des Präsidiums aktiv das Gespräch mit Vertretern der Kurve gesucht wurde. Diese Gespräche fanden an zwei Terminen während der Sommerpause statt. Die Gespräche können durchaus als hitzig, letztlich jedoch als konstruktiv beschrieben werden. Dabei wurden Zusicherungen hinsichtlich der für uns zentralen Unversehrtheit der Vereinsidentität gemacht, die auch unter einer veränderten Zusammensetzung des Präsidiums gewahrt bleiben soll. Wappen, Farben und der Name SK Austria Klagenfurt bleiben weiterhin unangetastet. Ebenso wurde die Möglichkeit besprochen, erste Schritte hin zu einer Öffnung der Austria in Richtung eines Mitgliedervereins zu setzen. Als erster Schritt soll die Einführung unterstützender Mitgliedschaften erfolgen, verbunden mit Mitgliederversammlungen in Klagenfurt, an denen diese Mitglieder, wenn auch vorerst ohne Stimmrecht, teilnehmen können. Dadurch erhalten sie die Möglichkeit, Anliegen einzubringen und die Abläufe im Verein besser nachzuvollziehen. Die Statuten der Austria räumen diese Möglichkeit bereits ein. Freilich handelt es sich dabei um einen kleinen Schritt. Aus unserer Sicht ist er jedoch ein Schritt in die richtige Richtung, um Fans stärker in das Vereinsleben einzubinden, konstruktive Vorschläge und Kritik einzubringen sowie aktiv an der Entwicklung des Vereins mitzuwirken.
Es gibt keine Forderung, die nicht durch eigenes Engagement untermauert werden muss. Umgekehrt erwartet sich auch der Verein die Unterstützung seiner Fans in jenen Situationen, in denen er darauf angewiesen ist. Nur durch ein gegenseitiges Miteinander können jene Voraussetzungen geschaffen werden, die ein lebendiges Vereinsleben ausmachen. Diese notwendige Wechselwirkung muss bei allen berechtigten Kritikpunkten an den handelnden Personen berücksichtigt werden. Unterstützung an Spieltagen und bei Vereinsveranstaltungen durch die Mitglieder sollte dabei ebenso selbstverständlich sein wie die Bereitschaft des Präsidiums, sich mit Kritik, Ideen und Anliegen der Mitglieder auseinanderzusetzen.
Denn bei allen Differenzen gilt: Die Austria steht über allen Personen und niemand ist größer als der Verein.
Für immer Sportklub Austria Klagenfurt!
